05.05.2003, 23:47
Zitat:Einer Meldung der New York Times zufolge, zieht die US-Musikindustrie in Betracht, Tauschboersen mit Viren lahmzulegen.
New York (ebi) - Nach dem Etappenerfolg von Morpheus und Grokster vor Gericht, scheinen US-Plattenfirmen zum Gegenschlag auszuholen, meldet die New York Times. Mit eigens entwickelten Viren koennte der Computer eines Users von P2P-Systemen entweder fuer einige Zeit lahmgelegt oder illegale Muskdateien aufgespuert und geloescht werden. Ob solche Virenangriffe ueberhaupt legal bzw. zielgenau durchfuehrbar sind, bleibt offen. An User von Tauschboersen wie KaZaA und Grokster verschickt die Musikindustrie andererseits gerne Nachrichten, die Anbieter von urheberrechtlich geschuetzten Songs darauf hinweisen, dass ihre Aktivitaeten illegal sind und sie mit dem Gesetz in Konflikt bringen koennten.
Derweil erklaerten sich die Betreiber einer stillgelegten Napster aehnlichen Tauschboerse bereit, der US-Musikindustrie Schadenersatz zu leisten, meldet die BBC. Die Recording Industry Association of America (RIAA) hatte vier US-Studenten verklagt, die auf College-Servern ueber eine Million Songs kostenpflichtig zum Download bereitgestellt hatten. Daniel Peng, Joseph Nievelt, Jesse Jordan and Aaron Sherman zahlen nun jeder zwischen 12.000 und 17.500 Dollar. Urspruenglich hatte die RIAA 150.000 Dollar pro Song gefordert.