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[REVIEW] Pathosray - Pathosray
#1
[Bild: pathosraypathosrayfa0.jpg]

Voe: 23.10.2007

Genre: Progressive Power Metal

Tracklist:
01. Free Of Doubt
02. Faded Crystals
03. Lines To Follow
04. Scent Of Snow
05. Sorrow Never Dies
06. The Sad Game
07. In Salicis Umbra
08. Strange Kind Of Energy
09. Emerald City

Spielzeit: 52:42


Progressiver Metal in allen nur erdenklichen Formen hat schon seit langen Jahren in Italien seine ueberaus treue Anhaengerschaft. Vor allem das Werk und Wirken der New Yorker Grossmeister DREAM THEATER wird im Lande des zukuenftigen Ex-Fussballweltmeisters dermassen geschaetzt, dass nicht nur eine Coverband mit deren Material fuer gut gefuellte Clubs sorgt. Allerdings muss man aber sehr wohl auch erwaehnen, dass auch eine Unzahl von Formationen dort existiert, die es schafft, durch eine eigene Note zu beeindrucken, wenn auch durchaus inspiriert von den Herren Portnoy und Co.

Aber nicht nur ihre Heimat Bella Italia wissen PATHOSRAY, um die es hier im Speziellen geht, in regelmaessigen Abstaenden zu erfreuen, auch den Rest der Welt konnten diese Herrschaften bereits mit ihren Kompositionen zum Jubeln animieren. Ein besonders Schmankerl aus der Prog-Kueche offerieren uns Sensory Records nun mit dem selbstbetitelten Debuet dieses aus der Region Friaul stammenden Quintetts. Nach einem ersten Demo mit dem Titel "Strange Kind Of Energies", das im Jahre 2002 veroeffentlicht wurde und nun als Gratisdownload auf der Website der Band zur Verfuegung steht und einem weiteren, mit dem Titel "Deathless Crescendo", legt die Truppe rund um den von den Thrashern JACKHAMMER her bekannten Frontmann Marco Sandron nun ein wahrhaftig beeindruckendes Album vor, dass nicht nur dem DREAM THEATER-Freund munden wird.

Insgesamt sechs der neun Kompositionen haben PATHOSRAY von ihren Demos uebernommen, wobei Free Of Doubt, ein sehr gefuehlvolles Piano-Intro, das die Scheibe stimmungsvoll eroeffnet, hier mitgezaehlt wird. Doch da auch der Progressive Metal mit Ausnahme der ganz grossen Bands eher im Underground passiert, stellt diese Tatsache wohl kaum ein Problem hinsichtlich eventueller Bekanntheit einzelner Tracks dar. Bereits Faded Crystals offenbart nicht nur die instrumentalen Faehigkeiten der Formation selbst, sondern sehr wohl auch die Qualitaet eines Tommy Hansen, der es allen Instrumentalisten ermoeglicht, auf "Pathosray" geradezu zu brillieren, ohne einen Mitmusiker in den Hintergrund zu draengen.

Die Instrumentalfraktion verkneift es sich ohnehin, sich in den Vordergrund zu spielen, geigt viel mehr songdienlich auf und vermag zudem Sandro mehr oder weniger den Ruecken freizuspielen, damit er seine imposante Stimme zur Gaenze zum Einsatz bringen kann. Vor allem auf diesem ungemein harmonischen und zugleich alle Teilnehmer perfekt in Szene setzenden Zusammenspiel basiert auch die Brillanz der an sich schon mehr als nur beeindruckenden Kompositionen.

In Form von In Salicis Umbra bekommt man kurz vor Schluss noch eine zwar sehr kurze, aber ungemein intensive Pianoballade zu vernehmen, die sich jedoch perfekt in das ueberaus positive Gesamterscheinungsbild einzufuegen vermag. Hinsichtlich der Intensitaet ihres Vortrags ist nicht wirklich viel Unterschied zu den ganz grossen Namen dieses Genres auszumachen, ihre mittlerweile offenbar auch bereits laengere Zugehoerigkeit zum Business merkt man PATHOSRAY ebenfalls Fall an. Tempowechsel regieren das Bild, die dynamisch aufspielende Rhythmusabteilung untermauert das filigrane Spiel des neuen Gitarristen Alessio Velliscig regelrecht und wenn Marco den Songs das Sahnehaeubchen aufsetzt, wird dem Proggie von Welt das Wasser im Mund zusammenlaufen, wenn sich die spontane Veraenderung des Fluessigkeitshaushalt nicht gleich noch ein wenig intensiver bemerkbar macht.

Egal, ob Marco seinen Beitrag lediglich haucht, wie im dritten bislang unveroeffentlichten Track Scent Of Snow, oder er reichlich Platz zur Entfaltung seiner stimmlichen Faehigkeiten erhaelt, wie im unglaublich heftig intonierten The Sad Game, hier reift ein Talent in Italien heran, das zusammen mit seinen Mitstreitern durchaus in der Riege der ganz grossen Namen mitspielen koennte.
Der Konjunktiv am Schluss bezieht sich im Falle von PATHOSRAY lediglich auf die businesstechnsichen Moeglichkeiten, denn ueber die Klasse dieser Formation bedarf es wahrhaft keinerlei Diskussionen. (Quelle: powermetal.de)

Persoenlicher Nachtrag:
Italien ist ein recht seltener Gast in meinem CD-Player. Mit Pathosray gesellt sich neben Angel Dust und Eldritch zumindest im Bereich Prog Metal eine weitere Band hinzu. Instrumentaltechnisch alles im gruenen Bereich, tolle Melodieboegen und ein richtig guter Saenger lassen ein rundum gelungenes Gesamtpaket entstehen, welches mir eine Empfehlung wert ist.

Meine Wertung: 8.5/10


Hoerbeispiele: http://profile.myspace.com/index.cfm?fus...d=52637976
SATAN WORSHIPPING DOOM
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[REVIEW] Pathosray - Pathosray - von padrak - 17.02.2008, 10:20
RE: [REVIEW] Pathosray - Pathosray - von Wizz21 - 21.09.2008, 14:55
RE: [REVIEW] Pathosray - Pathosray - von malde - 23.09.2008, 16:53

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