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AFX - Chosen Lords (2006) |
Geschrieben von: padrak - 20.11.2008, 13:34 - Forum: The Mixed Zone & The Halfpipe
- Antworten (4)
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![[Bild: afxchosenlordsr6mg.jpg]](http://www.abload.de/img/afxchosenlordsr6mg.jpg)
VÖ: 2006
Genre: Experimental Electronica
Label: Rephlex
Herkunftsland: England
Für Fans von: Aphex Twin 
Tracklist:
01. Fenix Funk 5
02. Reunion 2
03. Pitcard
04. Crying In Your Face
05. Klopjob
06. Boxing Day
07. Batine Acid
08. Cilonen
09. PWSteal. Ldpinch. D
10. XMD 5a
Zitat:Schön, dass Richard D. James mal wieder etwas von sich hören lässt. Das letzte Album "Drukqs" ist mittlerweile auch schon fünf Jahre her. Abgesehen von der Remix-Compilation "26 Mixes For Cash" und dem wiederveröffentlichten "Hangable Auto Bulb" war nicht allzu viel von ihm zu hören. Doch Maestro Panzerfahrer werkelte abseits des Rampenlichtes weiterhin an seinen musikalischen Visionen.
Auf dem eigenen Label Rephlex erscheint nun "Chosen Lords". Auf CD fasst Aphex Twin die nach seinem Dafürhalten zehn besten Stücke der elfteiligen - bisher lediglich dem 12inch Vinyl-Format vorbehaltenen Veröffentlichungsreihe - unter dem sinnigen Titel Analord zusammen. Typisch für die spezielle Art von Humor des eigenwilligen Sturkopfes aus Cornwall. Ganz zu schweigen von den Stücken, die da "Klopjob", "Crying In Your Face" oder "PWSteal.Ldpinch.D" heißen.
Mit der Analordserie bezieht sich Richard D. James mehr oder minder ungeniert auf sein bisheriges Schaffen als Aphex Twin. Damals, in den Neunzigern, als er mit seinen zu jenem Zeitpunkt neuartigen Sounds wohl mit den Ausschlag gab für die Wortschöpfung IDM, der so genannten Intelligent Dance Music. Er setzte nicht nur in der elektronischen Musik neue Maßstäbe, die zweifelsohne bis heute Bestand haben und an die allenfalls sein Spezl Tom Jenkinson heranreicht. Letzten Endes kann man ihn, sei es als Aphex Twin oder AFX, nur an seinem eigenen Wirken messen.
Richard D. James wäre nicht Richard D. James, der verschrobene Zynikerkauz aus der englischen Provinz, wenn er sich auch nur einen feuchten Furz darum kümmern würde, was Medien, Plattenlabel oder sonst wer von ihm erwarten oder gar denken. Er zieht sein Ding durch, komme was da wolle. Der Erfolg gibt ihm schließlich recht. So, als ob nichts gewesen wäre, keine Zeit vergangen, setzt er sein Werk unbeeindruckt fort.
"Chosen Lords" präsentiert den Analord denn auch in Höchstform. Fast wie selbstverständlich strahlt seine Musik nach wie vor eine beeindruckende Genialität und Virtuosität aus. Anders als etwa Aardvarck mit seiner Carl Craig-Hommage "Cult Copy" klingt "Chosen Lords" jedoch nicht betont oldschoolig. Umgesetzt in einer immer noch frisch klingenden Art und Weise, erscheint sie geradezu zeitlos. Mehr oder minder wie damals. Wenn man es nicht besser wüsste. Das ist der große Pluspunkt dieser Zusammenstellung.
Noch immer hantiert Richard D. James spielerisch mit seinen Synthies. Entlockt ihnen Melodiebögen und Hooks, denen etwas Sakrales anhaftet, die sich mal kindlich geben, mal schräg-entrückt davon schweben oder einfach nur wunderschön klingen, sich dabei aus den Arrangements herausschälen. Für seine Verhältnisse zeigt er sich richtiggehend melodiös und eingängig. Die Musik von AFX entfaltet eine ansehnliche Dynamik aus treibenden Bum-Tchak-Electrobeats und zackigen Breaks. Ohne im, für ihn eigentlich typischen, infernalen Breakbeatsplatter zu enden.
Neben einem nuancierten Hauch abstrakten Funks kommt in den Tracks vor allem forciertes 303-Geschraube zum Einsatz. Da zwitschert und blubbert es in einem fort. Und mit "PWSteal.Ldpinch.D" zeigt Richard D. James, dass er ebenso clubtauglichen, housigen Sound produzieren kann – wenn er Bock drauf hat. Darauf fünf Dosen warmes Red Cornish!
(Quelle: laut.de)
Persönlicher Nachtrag:
Das Album ist eine Art Testreview. Würde gerne wissen, wem diese Art Mucke ebenfalls zusagt.
Darüber hinaus ist dies eine Best Of Compilation der fantastischen Analord Series des Aphex Twin Masterminds 
Meine Wertung: 9.0/10
Hörbeispiele: http://profile.myspace.com/index.cfm?fus...d=68970082
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Sinner - Crash & Burn |
Geschrieben von: mshannes - 20.11.2008, 10:14 - Forum: The Hard Rock Café & Dragon's Lair
- Antworten (5)
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Sinner - Crash & Burn
VÖ: 26. September 2008
Zeit: 41:44
Label: AFM Records
Homepage: matsinner.rocks.de
Verdammt, der alten Mann hat schon wieder eine unschuldige Hardrock-Scheiblette in die Finger bekommen, das kann ja nicht gut ausgehen für den Tonträger! Ist er doch landauf, landab als "Normalmusik-Schlächter" bekannt und kann mit Musik, die nicht eitert oder blutet, so gar nichts anfangen. So zumindest geht die öffentliche Redaktionsmeinung, doch es ist mal wieder an der Zeit, für eine Überraschung zu sorgen, denn das aktuelle Sinner-Werk kommt beim Rezensenten gar wunderbar an!
Jep, ich selbst hatte ja schon fast die Hoffnung aufgegeben, mich noch mal so richtig fürs Hardrock-Genre erwärmen zu können, aber wenn ich mehr solcher Scheiben wie die vorliegende zu besprechen hätte, wäre mein Ruf in dieser Beziehung wohl ein anderer.
Sinner führen auf Crash & Burn die Entwicklung des Vorgänger-Albums weiter fort, sprich es gibt mehr Hard und Heavy Rock und weniger Metal als noch auf There Will Be Execution. Und auf diesem Gebiet sind die Stuttgarter einfach eine Klasse für sich (obwohl mir auch die Metal-lastigeren Alben recht gut gefallen haben), denn die Truppe um Herrn Lasch schafft es mal wieder, Hard Rock als elegante und gleichzeitig kraftvolle Musik zu präsentieren und nicht in Sphären der Fahrstuhlmusik abzudriften. Die Songs sind eingängig, ohne auf längere Zeit langweilig zu werden, sie kommen locker und unangestrengt aus den Boxen und versuchen nicht, sich durch ein Übermaß an Spielereien in die Gehörgänge der potentiellen Käufer zu schmeicheln. Die Mucke hat Drive, sie bleibt im Ohr und sie hat Cochonnes, das ist Mucke für Männer, nicht für Sissies! Klingt zwar jetzt doof, aber ich würde den Sound als "muskulös" bezeichnen. Unter anderem dafür verantwortlich ist die raue und kehlige Stimme von Bandleader Mat Sinner, der sich zum Glück nie in meine ach so heißgeliebten Kastratenregionen verirrt. Aber auch der Rest der Band kann mich völlig überzeugen, allen voran der Bassist. Ups, das ist ja auch Cheffe selber, so viel Lob habe ich einer einzigen Person schon lange nicht mehr angedeihen lassen. Aber der wummernde Bass schlägt genau da ein, wo er soll und gibt den Stücken somit gleichzeitig Fundament und Richtung. Das Ganze wird natürlich durch eine perfekt passende Produktion in Szene gesetzt, die sowohl transparent als auch druckvoll ist. Und abwechslungsreich ist das Werk obendrein noch geraten, gibt es neben den üblichen Stampfern und Rockern nämlich auch noch ein paar Stücke, die der Erwähnung bedürfen: "Heart Of Darkness" zum Beispiel könnte locker von einem Gary Moore-Album der "Wild Frontier"-Ära stammen, während "Connection" ein lupenreines Thin Lizzy-Stück ist, bei dem sogar Mats Stimme ein wenig nach Phil Lynott klingt. Ein wenig aus der Rolle fällt dann "Little Head", das ganz deutliche Punkrock-Einflüsse aufweist, was aber gar nicht schlecht ankommt, denn unpassend wirkt es keineswegs. Und last not least die unvermeidliche Quotenballade "Until It Hurts", die zur Freude des Schreiberlings bar jeglichen Schmalzes daherkommt, sondern einfach nur ein entspanntes und zum Zurücklehnen einladendes Feeling verbreitet.
Tja, ich bin selbst überrascht, aber Crash & Burn findet mein uneingeschränktes Wohlwollen. Es geht doch!
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Crystal Eyes - Chained |
Geschrieben von: mshannes - 17.11.2008, 14:16 - Forum: The Hard Rock Café & Dragon's Lair
- Antworten (2)
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Crystal Eyes - Chained
VÖ: 21. November 2008
Zeit: 42:36
Label: Metal Heaven
Homepage: www.crystaleyes.net
Die Achtziger leben! Zumindest, was den klassischen Metal betrifft, so lange es Bands wie Crystal Eyes gibt. Denn der Sound der Schweden zeigt sich so völlig unbeeinflusst von modernen Trends und Strömungen, dass es dem Rezensenten schon fast ein Tränchen der Rührung ins faltige Gesicht treibt.
Das, was die Skandinavier da auf Chained abliefern, ist nicht mal True oder Power Metal, es ist einfach nur Heavy Metal. Man hört und spürt Bands wie Black Sabbath, Dio, Judas Priest und Blind Guardian förmlich, wenn man sich mit der Musik von Crystal Eyes beschäftigt. An allen Ecken und Enden grüßen die Heroen des oben erwähnten Jahrzehnts und das klingt keineswegs altbacken oder verstaubt, sondern einfach nur klassisch gut. Kein Schmalz, keine Weichspülertendenzen, aber auch keine aufgesetzt wirkende Aggression, so sollte Heavy Metal klingen. Auch die sonst übliche, vor Schmalz strotzende "Powerballade" fehlt zum Glück, eine wahre Wohltat. Dafür gibt's schmissige Melodien, mitreißende Hooklines, abwechslungsreiche Songs und eine sich über das ganze Album erstreckende positive Stimmung. Produktion, Spielzeit und Coverartwork geben keinen Anlass zur Klage, genauso wenig wie die Performance der einzelnen Musiker. Druckvolles Bassspiel, abwechslungsreiches und gleichzeitig tightes Drumming, knackige Riffs und starke Leads, Metallerherz, was willst du mehr? Einen guten Sänger? Ja, auch den findet man hier, denn Nico Adamsen kann wirklich singen und vor allem bewegt sich seine Stimme glücklicherweise nicht in den üblichen Eierquetschbereichen, sondern er nennt eine klare und ausdrucksstarke Stimme im mittleren Tonhöhenbereich sein Eigen, die wirklich gut klingt. Natürlich gibt es auch Stellen, an denen er höher geht, aber selbst da verliert er nie die Kontrolle über sein Organ, sondern weiß mit seiner Sangeskunst auf ganzer Linie zu überzeugen. Die Songs selber sind alle recht klassisch-solide geraten, mit vielen recht gefälligen Passagen, mal melodiöser, dann wieder knackiger, mit einem Rauswerfer namens "Guardian", der seinen Namen aber so was von zu Recht trägt, denn er klingt genau so, wie Blind Guardian leider nicht mehr klingen.
Tja, wieder eine Band, die mir den Glauben an den klassischen Heavy Metal zurück gibt. Es ist erfreulich, dass es solche Kapellen noch gibt, die einfach gute Musik machen und auf Modeerscheinungen einen Dreck geben. Sehr empfehlenswert!
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PROSTITUTE DISFIGUREMENT - Descendants Of Depravity (2008) |
Geschrieben von: padrak - 17.11.2008, 11:05 - Forum: The Graveyard & The Moshpit
- Antworten (5)
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![[Bild: prostitutedisfiguremens7n3.jpg]](http://www.abload.de/img/prostitutedisfiguremens7n3.jpg)
VÖ: 2008
Genre: Brutal Death
Label: Neurotic Records
Herkunftsland: Niederlande
Tracklist:
01. Torn In Bloated Form
02. The Sadist King And The Generallissimo Of Pain
03. In Sanity Concealed
04. Killing For Company
05. Storm Of The Fiend
06. Life Depraved
07. Carnal Rapture
08. Fatal Fornication
09. Sworn To Degeneracy
Spielzeit: 38:42
Zitat:Now here”™s a band that”™s been trending upward. While Prostitute Disfigurement”™s early albums were fairly typical over-the-top gore-grind efforts, 2005”™s Left In Grisly Fashion was something of a revelation for this Dutch outfit, going from aimless chugging and programmed drumming to real, face-ripping death metal. Some of Prostitute”™s peers (Aborted and Exhumed being notable examples) have attempted a similar kind of union of brutal death with more melodic, traditional elements (and rather poorly, in my opinion), but this band succeeds where those others fail in a multitude of areas; most importantly, the ever-challenging balancing act between extreme intensity and true listenability.
And this is listenable, my friends. I mean, it's actually enjoyable to listen to. That”™s something that just can”™t be said for a lot of underground death metal bands, particularly Prostitute”™s companions in the more brutal end of the DM spectrum. Don”™t get me wrong, Descendants of Depravity is a brutal album in every sense of the word. But what I really like about this album is that when I put it on, I”™m not thinking “Wow, I”™ve never heard a vocalist gurgle in that low a register,” or, “Damn, I”™ve never heard anyone play blastbeats that fast.” I”™m thinking, “I”™m actually enjoying the music that I”™m hearing.” And in a style of metal where pushing boundaries of extremity is often placed above everything else, that”™s saying something.
There”™s a lot going right on this album, and like all great music, it starts with the way it sounds. The production here is just a hair shy of completely flawless (and would have been so with a more audible bass guitar); extremely clean and punchy without being glossy, the mix highlights every nook and cranny of the outfit”™s bludgeoning assault without resorting to ticky drums and synthetic sounding guitars. The drum sound, while triggered to hell, is impeccable, sounding perfectly organic while still offering the unmatched clarity that triggers provide. Between this and albums like Mithras”™s latest Behind The Shadow Lie Madness, perhaps us metalheads can finally look forward to the end of ticky bass drums and Latin-sounding snares forever. The guitars are just as sonically punishing, and once you hear the clarity and heft in songs like “Killing For Company” it makes you realize just how poorly produced a lot of death metal is these days.
The band is just as professional in their songwriting (and I never thought I”™d be describing a band called Prostitute Disfigurement as professional). With its great sound, razor-sharp playing, and variety of different tempos and riff structures, Descendants of Depravity is a textbook example of well-written, modern death metal by a band who put genuine effort into their craft. Featuring a lot more tremolo riffs and one-footed blastbeats than chugging grooves (as one might expect in a more gore-oriented death metal band), much of the material on Descendants would almost feel more like straight-up grind if it wasn”™t for the incredibly tight musicianship (spearheaded by the superb drumming of Michiel van der Plicht) and limited, yet well developed, melodic sense that runs through the record. Truthfully, nothing you”™ll hear on this record is extremely original, but, like all good heavy metal bands, Prostitute Disfigurement are able to overcome the creative limitations of their style with good ol”™ fashioned execution, with only subtle hints at true innovation.
In fact, I have no problem saying that the guys in this outfit are talented as balls as songwriters, in that every song on this release is both exciting on its own and as part of a larger whole. While this band is as good as anyone at fashioning and conveying sheer brutality, it's their ability to play to different aspects of the listener”™s ear and keep them on their toes that makes this such a damn good album. In particular, Prostitute Disfigurement has quite an ability at contrasting their merciless blasting with catchier, more melodic parts to make each side of the band”™s sound that much more appealing. Take, for instance, “Storm of the Fiend,” which begins with a truly brutish and chaotic barrage before sliding seamlessly into an amazing solo and extremely catchy, melodic backing riff. Or “Torn In Bloated Form," which introduces the album in explosive fashion with a lightning fast tremolo riff/blasting segment, only to transition smoothly into a headbanging groove and infectious chorus that is revisited in different forms throughout the track. It also works greatly to the band”™s advantage that most of the riff patterns are kept fairly digestable by modern DM standards; there are only a few segments that are written in odd time signatures, and just about every riff is something that can be hummed along in one”™s head well after listening is over. While some may demand more “technical” and “complex” arrangements, what”™s the fucking point when the songs sound this good already? And goddamit if this album doesn”™t have some of the most proficiently excellent guitar solos I”™ve heard this year. All this, friends, is called good songwriting.
The entertaining and humorous bellows of vocalist Niels Adams are truly the icing on the cake and add an element of actual personality (however exaggerated) that is seriously lacking in a lot of brutal death. Bottom line-this is great, modern extreme metal. Nothing more, nothing less. Even for grumpy, old-school purists like myself, the quality of these nine songs can”™t be denied by any fans of this kind of music, or the sheer fun it is to listen to them. It”™s a true shame Descendants Of Depravity will be this young and promising outfit”™s last album (the band apparently split up recently), and it makes it all the more fortunate that these guys were able to progress this far before caving. Definitely Top Ten of '08 material.
(Quelle: metalreview.com)
Meine Wertung: 8.5/10
Hörbeispiele: http://www.myspace.com/prostitutedisfigurement
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