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IRONWEED - Indian Ladder (2008) |
Geschrieben von: padrak - 30.10.2008, 11:22 - Forum: The Hard Rock Café & Dragon's Lair
- Antworten (1)
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![[Bild: ironweedindianladderk8c4.jpg]](http://www.abload.de/img/ironweedindianladderk8c4.jpg)
VÖ: 2008
Genre: Heavy Rock
Label: Small Stone Records
Herkunftsland: USA
Tracklist:
01. The Faithless Will
02. Lost And Forgotten
03. Disconnect
04. A World Away
05. Thorn
06. Rid The Earth
07. A Penny For Our Prayers
08. Lifeless Coil
09. Vertigo
10. Death Of Me
11. Moth
Zitat:It's a good thing that Albany, New York's Greatdayforup opted to rechristen itself following the departure of vocalist Mike Langone. First off, the sole remaining original member was guitarist Mike Vitali (the way they jettisoned members following the release of their Small Stone swan song Flores de Sangre was grimly fascinating, like a sinking ship struggling to stay afloat). Secondly, “Greatdayforup” was – still is, I suppose - a terrible name.
“Ironweed” may not win any points for originality either, but at least it won't be greeted with quizzical expressions. And the change in singers completely shifts the sound of the band. This is a distinctly new band, one that's headed in its own direction. Jeff Andrews has a quintessential “metal” voice – loud, abrasive, yet clean enough to still be considered singing and not some type of unintelligible bellow – and that increases the heavy quotient on songs like “A World Away,” “Lifeless Coil,” and “Moth.” Even tracks that have Greatdayforup's mix of melody and driving riff rock - “This Faithless Will,” “Disconnect,” “Vertigo” - hit harder and just seem flat out meaner. The band (along with Vitali and Andrews, there's Brendan Slater on bass and Jim Feck on drums) seems to be primarily focused on brute force – they're always barreling straight at you.
Most of the 11 tracks on Indian Ladder register, but the one that deserves to be singled out is “Penny for Your Prayers.” It may not be the most aggressive of the lot, but its dirty, lurching riffs and the Mike Patton-like croon on the chorus make it the most memorable song on the album (and better yet, he doesn't inexplicably shout out “Smooth!” as on “Lost and Forgotten”).
Greatdayforup was one of those bands that could've/should've made a larger impression, and while there's a noticeable difference between that band and Ironweed, the same principle applies. Indian Ladder comes recommended.
(Quelle: stonerrock.com)
Meine Wertung: 8.0/10
Hörbeispiele: http://www.myspace.com/ironweedny
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King Crimson - Lizard V |
Geschrieben von: dorftrottel - 30.10.2008, 00:19 - Forum: The Hard Rock Café & Dragon's Lair
- Antworten (5)
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![[Bild: KC-Liz.jpg]](http://www.progreviews.com/reviews/images/KC-Liz.jpg)
BBS schrieb:Das dritte "King Crimson"-Album, "Lizard" gehört zu ihren seltsamsten, verstörendsten - musikalisch wie textlich -, aber auch großartigsten Werken überhaupt. Vom Anfang bis zum Ende wird eine merkwürdig verzerrte, surreale Stimmung heraufbeschworen.
Von der letzten Crimson-Platte übrig sind noch Fripp, Sinfield, Saxophonist Mel Collins und Keyboarder Keith Tippett. Diesmal neu dabei: Gordon Haskell an Baß und Gesang (der auf "In The Wake Of Poseidon" schon "Cadence And Cascade" singen durfte) und Andy McCulloch als Schlagzeuger, ergänzt durch weitere Gastmusiker an Oboe, Kornett, Posaune. Die Instrumentierung ist vorwiegend akustisch, dennoch werden elektronische Keyboards und Synthesizer-Klänge immer wieder mit großem Effekt eingesetzt. Auch das Mellotron kommt zu Ehren, aber nicht als bombastischer Akkordfüller, sondern als ein Teil des Arrangements neben anderen.
Schon das erste Stück, "Cirkus", mit seinem ruhigen Anfang - plingendes E-Piano, sanfter Gesang -, der plötzlich vom hämmernden Mellotronstreichern verdrängt wird, mit seinen schräg-schönen, bitter-süßen Akkorden, schwebenden Synthie-Klängen im Hintergrund und fließendem Sax-Solo von Mel Collins, hypnotischen, schrägen Schluß und obskuren Lyrics, macht klar, das hier keine besonders leicht zugängliche Kost geboten wird. "Indoor Games" und "Happy Family" wirken beide spöttisch, sarkastisch und wieder irgendwie unwirklich. Sich scheinbar lustig machende Bläsersätze werden kontrastiert mit seltsam plastikmäßigen Synthie-Sounds und Fripps fließender, aber dennoch kantiger Gitarren-Begleitung. Andy McCulloch spielt ein geschäftiges Schlagzeug, das kaum einmal einen Takt lang in einem Rhythmus bleibt, sondern über ständige Fills und Variationen zum seltsam unruhigen, verstörenden Grundsound beiträgt. Ständige Tempoverschleppungen über eingeschobene langsame, schwebende Stellen tun ein übriges. Dazu die VCS3-verzerrte, gurgelnde Stimme in "Happy Family" und viel zu laute, free-jazzig ekstatische E-Piano-Eskapaden von Tippett, die scheinbar nichts mit dem restlichen Stück zu tun haben, mittendrin plötzlich ein jazziges Flötensolo: bizarr, aber klasse. "Lady Of The Dancing Water" wirkt da als melancholischer ruhiger, akustischer (Gitarre, Flöte, Posaune, Gesang) Gegenpol endlich etwas entspannend.
Der große Kulminationspunkt des Albums ist jedoch das seitenlange, vielteilige Titel-'Epic': "Lizard". Eingeleitet von einer sanften, melancholischen Melodie mit schrägen sirrenden Klängen darunter ertönt Jon Andersons Stimme (yes, genau der!), nur um plötzlich in einen fast fröhlichen, deplazierten und deshalb verwirrenden Mitklatsch-Teil inklusive rückwärts ablaufender Gitarre zu gleiten: "Prince Rupert Awakes". Nach einer bombastischen Variation der Hauptmelodie beginnt ein sich langsam gradweise aufbauender klassisch-spanisch angehauchter Bolero über eben jener melancholischen, ergreifenden Melodie in Trompete, Mellotron, Oboe, Klavier mit monotoner Schlagzeugbegleitung, der nach und nach immer mehr zu einer new Orleans Jazz-Nummer mit typischen parallelen bluesigen Impros über dem Bolero-Rhythmus gleitet und danach zum streng durchkomponierten Bolero zurückkehrt: großartig. Das nachfolgende "Battle Of The Glass Tears" beginnt mit einem aus weiter Ferne rufenden Cor Anglais ("Dawn Song"), danach übernimmt Gorden Haskell den Gesang in einem ruhigen Teil mit tupfendem Klavier, in dem ab und an leichtes Timpani-Grollen schon den nachfolgenden Ausbruch schwerer Mellotron-Streicher andeutet. Dazu dann wieder zerissenes Schlagzeug, Salon-Bariton-Sax-Stellen, atonales Flötensolo, quietschende Posaune, schräge Gitarre, immer heftigerer Freak-Out: "Last Skirmish" ist "The Devil's Triangle" im Quadrat. Plötzlich Ruhe: "Prince Rupert's Lament" sind Fripps kantige, seltsame E-Gitarren-Linien über einem sonoren Baß-Ostinato, die immer näher kommen, um dann wieder in der Ferne zu verschwinden. "Big Top" ist seltsames Geplinge, Geklirre über einer Mellotron-Melodie, die immer schneller, immer höher wird und schließlich verklingt: bizarr.
"Lizard" ist anstrengend, grausam, bizarr, neurotisch, surreal, irrsinnig, verdreht, abgehoben, prätentiös, kurz: vollkommen bekloppt. Aber auch kurzweilig, komisch, erhebend, amüsant, erstaunlich, ergreifend, kurz: genial. Für mich ist "Lizard" in all ihrer Unzugänglichkeit und ihrem Geheimnis eine der lohnenswertesten und brilliantesten Platten, die ich kenne. Aber sicher ist dies kein Stoff für jedermann: "an acquired taste", wie der Engländer sagt.
P.S.Hier Robert Fripps trockener Kommentar zu "Lizard" während der Remastering-Sessions der klassischen "King Crimson"-Alben im Spätsommer 99:
"Overall, the album is unlistenable. Our remastering shows just how unlistenable. I am unable to recommend that anyone part with their hard-earned pay for this one, unless they want to take it to parties and play it at unwelcome guests. There are some "Lizard" lovers, I know. They must be very strange."
"Lizard" ist anstrengend, grausam, bizarr, neurotisch, surreal, irrsinnig, verdreht, abgehoben, prätentiös, kurz: vollkommen bekloppt. Aber auch kurzweilig, komisch, erhebend, amüsant, erstaunlich, ergreifend, kurz: genial. " <-- das sagt eigentlich alles. 9,99/10
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