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Reverend Kill - His Blood, Our Victory |
Geschrieben von: mshannes - 01.07.2010, 22:48 - Forum: The Graveyard & The Moshpit
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Reverend Kill - His Blood, Our Victory
Stil: Death Metal
VÖ: 27. Oktober 2009
Zeit: 38:30
Label: Painkiller Records
Homepage: www.reverendkill.com
MySpace: www.myspace.com/reverendkill
Reverend Kill kommen aus dem schönen Kanada und spielen Death Metal. Sollte das den ein oder anderen auf den Trip bringen, die Band stilistisch in der Ecke solcher Grobhorst-Frickel-Kapellen wie Augury, Neuraxis, Cryptopsy oder auch Kataklysm, für welche die kanadische Szene ja eher bekannt ist, zu suchen, liegt er oder sie allerdings ziemlich falsch, denn der musikalische Fingerzeig auf His Blood, Our Victory könnte gar nicht deutlicher nach Skandinavien zeigen. Ursprünglich schon 2008 veröffentlicht und nur über die Band erhältlich, wird diese CD nun via Painkiller Records einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.
Ja, ganz deutlich weist der Weg zu den Nordmännern, frühe Amon Amarth kommen einem beim Hören der Langrille unweigerlich in den Sinn. Trendy klingt das Ganze dann nicht, aber genau das macht auch den Charme dieser Scheiblette aus, denn die Kanucks biedern sich wenigstens keiner Modewelle an. Der Vergleich mit den mächtigen Schweden war dann auch vielleicht ein bisschen unfair, denn ein Abklatsch der Mannen um Johann Hegg sind Reverend Kill dann doch keineswegs. Verdammt eingängige Melodien haben die Nordamerikaner da in ihre Songs gepackt und das, ohne den Biss aus den Stücken zu nehmen. Hat man zwar fast alles schon mal irgendwo gehört, macht aber trotzdem meist einen Heidenspaß. Tracks wie "666 Conspiracy" oder "A Wire In My Blood" haben deutlichen Wiedererkennungswert und weisen auf durchaus vorhandenes Songwriting-Potential hin. Auch der Rest der Lieder ist durchweg gelungen geraten, womit schon mal die künstlerische Wertung mit "gut" ausfällt.
Soundtechnisch gefällt mir der Tonträger recht gut, denn das Werk strahlt eine ursprüngliche Ruppigkeit aus, die sehr gut zur Musik passt. Nichts wirkt poliert oder überproduziert, sondern angenehm warm und charmant-rumpelig abgemischt. Die Spieldauer ist jetzt nicht weltbewegend, aber man wird dafür recht gut unterhalten. Die Performance der Band ist auch recht passabel ausgefallen mit einer Tendenz nach oben im Bereich der Leadgitarren, die ein ums andere Mal mit richtig gelungenen Einsätzen punkten können.
Bisher bin ich also noch bei einer Fünf-Punkte-Wertung, warum sind es dann im Endeffekt nur derer vier geworden? Weil die Sangesleistung von Frontmann Graham Harris einfach nur stumpf und eintönig ausfällt. Ein paar Mal schafft er es sogar, vom Growlen ins Keifen überzugehen, aber meist grunzt er nur völlig eintönig vor sich hin. Das können sich Spitzenleute wie Chris Barnes erlauben und selbst da wird's manchmal grenzwertig, auf dieser CD ist das einfach nur stinklangweilig.
Schade, die Scheibe hat durchaus Potential zu etwas Größerem, aber dazu müsste das Gesamtpaket stimmen. Tut es hier nur bedingt, weswegen sie die Kanadier mit einer mittleren Wertung begnügen müssen. Schlecht ist die Scheibe dadurch aber noch lange nicht.
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Now playing: The Seed - Remorse
via FoxyTunes
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Various Artists - A Tribute To Repulsion |
Geschrieben von: mshannes - 01.07.2010, 22:47 - Forum: The Graveyard & The Moshpit
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Various Artists - A Tribute To Repulsion
Stil: Grindcore
VÖ: 24. Dezember 2009
Zeit: 43:46
Label: FDA Rekotz
Den Einfluss von Repulsion auf die extreme Metal-Szene kann man gar nicht überbewerten, haben sie mit Slaughter Of The Innocent doch 1986 das erste echte Grindcore-Album eingetrümmert, das aber erst 1989 von Necrosis unter dem Titel Horrified veröffentlicht wurde. Zwar blieb es bei diesem einzigen Output, aber immerhin wurden Bands wie Napalm Death maßgeblich von dieser Langrille beeinflusst, so dass man Repulsion zumindest als Mitbegründer des Grindcores bezeichnen kann. Dieses Vermächtnis wurde nun von einigen Bands aufgegriffen und einer Runderneuerung unterzogen, um in Form eines Tribute-Albums auf die Welt losgelassen zu werden.
Auf A Tribute To Repulsion haben sich dann sowohl bekannte Genre-Größen wie die Metzger von General Surgery oder die immer unterhaltsamen Impaled sowie nicht ganz so bekannte Kapellen wie Belching Beet oder Grind Crusher versammelt und huldigen jeder auf seine Art dem Songmaterial der Grind-Pioniere. So gut wie alle Stücke des Horrified-Albums wurden neu eingespielt, nur "Radiation Sickness" und "Black Breath" fehlen bei der Neueinspielung. Dafür gibt es noch den Party-Knaller "Helga Lost Her Head" (richtig geil gespielt von Impaled) und ein paar andere Songs, die man sonst nur von Demos kennt. Das musikalische Erbe von Repulsion wurde also recht umfassend aufgearbeitet und man bekommt einen durchaus repräsentativen Überblick über das Schaffen der amerikanischen Sickos.
Wie bei fast allen Tribute-Samplern schwankt die Qualität der Neufassungen, wobei totale Reinfälle hier zum Glück komplett fehlen. Allenfalls Grind Crushers Interpretation von "Festering Boils" gefällt mir wirklich nicht, der Rest ist meist recht gelungen und mit General Surgerys Version von "Maggots In Your Coffin" sowie "The Stench Of Burning Death" in der Haemorrhage-Version sind zwei richtig fette Knaller mit dabei. Insgesamt fällt dabei auf, dass das Liedgut von Repulsion erstaunlich eingängig ist und bei aller Direktheit nicht eindimensional wirkt. Diese Band hätte mehr Erfolg verdient gehabt, davon kann man sich auf diesem Sampler überzeugen.
So, so viel zur nüchternen Beschreibung der CD, jetzt kommt meine ganz persönliche Meinung: Verdammt geile Scheibe! Die darf auf keinen Fall in irgendeinem Musikschrank fehlen, wenn man nur halbwegs auf Grindcore steht. Ich habe normalerweise ein eher gespaltenes Verhältnis zu Tribute-Scheibletten, aber diese hier ist Pflicht. Danke an die Protagonisten für ihre Interpretationen, danke an Repulsion für den geilen Grundstoff, danke an FDA Rekotz für diese Veröffentlichung und danke an euch Käufer da draußen, so ein Werk muss unterstützt werden. Kaufen!
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Now playing: Xterminate - The Final Step
via FoxyTunes
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Obscura - Retribution (Re-Release) |
Geschrieben von: mshannes - 01.07.2010, 22:46 - Forum: The Graveyard & The Moshpit
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Obscura - Retribution (Re-Release)
Stil: Death Metal
VÖ: 16. Februar 2010
Zeit: 52:34
Label: Relapse Records
Homepage: www.obscura-metal.com
MySpace: www.myspace.com/realmofobscura
Obscura haben mit ihrem 2009er Album Cosmogenesis im Lager der progressiven Tech-Deather verdientermaßen eine Menge Punkte sammeln können. Dass die Bayern aber anfangs eine wesentlich heftigere Keule geschwungen haben, dürfte nicht jedem bewusst sein. Insofern macht die Neuauflage ihres 06er Debütwerkes Retribution schon Sinn.
Im Vergleich zu Cosmogenesis gibt es mit Stefan Kummerer nur eine einzige personelle Konstante, der Rest der Band wurde zwischen den Alben ausgewechselt. Trotzdem (und auch trotz des hier deutlich heftigeren Härtegrades) kann man auch auf Retribution zumindest schon Anklänge an spätere Progressiv-Ausflüge vernehmen, auch wenn diese wirklich eher sporadisch auftauchen. Auch technisch werden noch nicht die Höhenflüge des zweiten Albums erreicht, was aber nicht heißen soll, dass hier schlechte Musiker am Werke wären, nur eben noch keine Ausnahmekönner wie anno 2009. Dafür konnte das Werk mit Gastspielen von Szenegrößen wie V. Santura (Dark Fortress) oder zwei Atrocity-Mitgliedern aufwarten, die durchaus hörbare Spuren hinterlassen. Auch das Songwriting war 2006 zwar äußerst passabel, hatte aber noch nicht ganz die Qualität, die Cosmogenesis auszeichnet.
Die Neuauflage wurde neu abgemischt, aber da ich das Original nicht besitze, kann ich nicht beurteilen, wie sie im Vergleich zur Erstauflage klingt. Für sich alleine aber macht sie klanglich einen sehr guten Eindruck, die Mischung hat Pfeffer und gleichzeitig Transparenz. Zusätzlich zum originalen Songmaterial, zu dem schon das Death-Cover "Lack Of Comprehension" gehörte, hat man auf die Neuauflage mit "Synthetically Revived" (Suffocation) und "God Of Emptiness" (Morbid Angel) noch zwei weitere Cover draufgepackt. Ob das jetzt essentielle Dreingaben sind oder nicht, sei mal dahingestellt, aber zumindest hat der potentielle Käufer dadurch einen kleinen Mehrwert. Ein großer Mehrwert aber ist das komplett neugestaltete Coverartwork, welches richtig gelungen ist und das augenkrebserregende Original abgelöst hat.
Retribution bleibt auch in der Neuauflage "nur" das Sprungbrett zum Durchbruch mit Cosmogenesis, aber auch ein immer noch sehr solides Death Metal-Album einer Band, die sich enorm weiterentwickelt hat. Da gibt es schlechtere Möglichkeiten, sein Geld anzulegen.
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Now playing: Xterminate - The Final Step
via FoxyTunes
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Lifeless - Beyond The Threshold Of Death (Re-Release) |
Geschrieben von: mshannes - 01.07.2010, 22:45 - Forum: The Graveyard & The Moshpit
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Lifeless - Beyond The Threshold Of Death (Re-Release)
Stil: Death Metal
VÖ: 08. Juni 2010
Zeit: 33:54
Label: Ibex Moon Records
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/lifelessdeathmetal
Ibex Moon mal wieder...
Das derzeit sehr rührige Label hat sich auf Extremmetal der alten Schule spezialisiert und veröffentlicht gerne Scheiben, die entweder von gestandenen Heroen dieser Musikspielart eingetrümmert wurden oder zumindest so klingen, wenn die Band denn eher jüngeren Datums sein sollte. Nun sind Lifeless, die anno 2004 gegründet wurden, zwar eher der zweiten Gruppe zuzuordnen, allerdings klingen sie ganz deutlich nach Schweden Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger Jahre des letzten Jahrtausends.
Genauer gesagt nach Stockholm, in dessen Dunstkreis solch illustre Kapellen wie Entombed, Grave, Dismember und andere ihre ersten musikalischen Schritte unternahmen. Ein Schelm könnte in diesem Zusammenhang Witze über den Titel des ersten echten Stückes "Entombed In Unknown Graves" machen, aber ich habe ja keinerlei Humor, von dem ich wüsste. Treffenderweise bezeichnen die Dortmunder ihren Sound denn auch als "Traditional Death Metal", genau das ist Beyond The Threshold Of Death nämlich geworden. Die Tracks sind hauptsächlich im Mid-Tempo angesiedelt und brechen nur selten geschwindigkeitsmäßig nach oben oder unten aus. Sonderlich komplex sind die Stücke nicht, dafür aber recht eingängig mit einigen netten Melodien, die sich recht schlüssig in den ansonsten recht rüden Sound von Lifeless mischen. Raum für Innovationen oder Überraschungen gibt es keinen auf diesem Album, dafür solide, verlässliche Mucke, die genau das hält, was die Beschreibung des Stiles verspricht.
Technisch gesehen bleiben wir ebenfalls im passablen Bereich, denn ihr Instrumentarium beherrschen die vier Musiker durchaus, ohne jetzt mit Weltklasseleistungen en masse zu glänzen. Braucht man aber auch nicht, dafür gibt es andere Genres. Der Klang des Rundlings ist rau und direkt ausgefallen, wohl als Reminiszenz an die Urväter des Stockholm-Sounds und passt dadurch ausgezeichnet zur Musik. Nur am Umfang hat die Band etwas gespart, nach etwas über einer halben Stunde ist Schicht im Schacht.
Neues bekommt man nicht geboten, dafür aber Death Metal ohne Sperenzchen. Hat man alles schon mal gehört, manchmal besser, oftmals aber schlechter. Ganz das Niveau der Platzhirsche im eigenen Land (Fleshcrawl, Lay Down Rotten) kann das Quartett noch nicht erreichen, doch ein Anfang ist gemacht. Bei der CD handelt es sich übrigens um das Re-Release des selbstproduzierten Debüts, bei dem mit der Cover-Version von Dismembers "Casket Garden" ein Bonustrack die sonst noch dürftigere Spieldauer aufwertet.
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Now playing: Xterminate - The Final Step
via FoxyTunes
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