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Molly Hatchet - Justice |
Geschrieben von: mshannes - 01.07.2010, 22:06 - Forum: The Mixed Zone & The Halfpipe
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Molly Hatchet - Justice
Stil: Southern Rock
VÖ: 21. Mai 2010
Zeit: 65:47
Label: SPV
Homepage: www.mollyhatchet.com
MySpace: www.myspace.com/molly_hatchet
Sie sind nicht totzukriegen, die Southern Rock-Bands. Hat sich letztes Jahr die Legende Lynyrd Skynyrd mit einem neuen Studio-Output zurückgemeldet, ist dieses Jahr Molly Hatchet an der Reihe, ein musikalisches Lebenszeichen von sich zu geben.
Fünf Jahre nach dem letzten Studiowerk zeigt die Band um das einzig verbliebene Gründungsmitglied Dave Hlubek schon beim Opener "Been To Heaven, Been To Hell", dass sie ihr Handwerk in der Zwischenzeit keinesfalls verlernt hat. Ein flotter Boogie-getränkter Südstaaten-Rocker, wie er im Buche steht, das macht sofort Lust auf mehr. Auch der folgende Stampfer "Safe In My Skin" macht Laune und geht runter wie Öl. Das elektronische Intro zum nächsten Stück überrascht dann den altgedienten Veteranen, wird aber von einem dann doch recht typischen, wenn auch recht getragenen und melodischen Stück abgelöst, das zwar nicht wirklich schlecht ist, aber auch nicht zu den Großtaten der Band aus Jacksonville gehört. Auch die nächsten beiden Stücke verdienen eher das Prädikat "solide", als dass sie sich dauerhaft für einen Ruhmesplatz in der Bandhistorie empfehlen würden, wobei "I'm Gonna Live 'Til I Die" zumindest den Preis für den originellsten Songtitel einheimsen kann. Dann aber wird es ergreifend, wenn eine Kinderstimme das nächste Lied mit "You Are My Sunshine" einleitet. "Fly On Wings Of Angels (Somer's Song)" ist der entführten und ermordeten siebenjährigen Somer Thompson gewidmet, für deren Eltern die Band ein Benefizkonzert ausrichtete. Mancher mag das Stück arg pathetisch finden, mich dagegen berührt es ungemein. Werde ich auf meine alten Tage etwa noch sentimental oder liegt es einfach daran, dass einen eigene Kinder eine solche Thematik mit ganz anderen Augen sehen lassen? Egal, ich finde das Stück zum Sterben schön. Leider wird es danach mit "As Heaven Is Forvever" wieder relativ durchschnittlich und auch "Tommorrows And Forevers" kann da keine Schippe drauflegen. Zum Glück fängt sich die Band bei den letzten drei Stücken wieder, vor allem der abschließende Titelsong ist eine richtige Granate geworden.
Klanglich habe ich keinen Grund zu meckern gefunden, die CD klingt warm, erdig und natürlich, genau so, wie es sich für whiskey-getränkten Südstaaten-Rock halt gehört. Phil McCormacks Stimme klingt wie immer vor allem nach Bourbon (ok, könnte auch Tennessee Sour Mash sein) und befindet sich in gewohnt guter Form. Der Rest der Band hat in der Zwischenzeit das Spielen auch nicht verlernt, so dass die Technik-Note natürlich sehr gut ausfällt.
Justice ist ein recht passables Album geworden, das sich aber ein paar Durchhänger zu viel leistet, um als echte Glanztat durchzugehen. Durchaus befriedigend, wenn auch nicht mehr. Dem Fan wird's trotzdem gefallen.
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Dead Episode - Symposium Of Death (EP) |
Geschrieben von: mshannes - 01.07.2010, 22:05 - Forum: The Graveyard & The Moshpit
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Dead Episode - Symposium Of Death (EP)
Stil: Melodic Death Metal
VÖ: 03. Januar 2010
Zeit: 18:26
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.dead-episode.de
MySpace: www.myspace.com/deadepisode
Uh, was ist denn das? Sieht ja aus wie eine Bewerbungsmappe! Da geht jemand seien Promo-Arbeit aber ziemlich ernsthaft an, auch wenn ich so etwas eher im "langweiligen" Alltag vermutet hätte und nicht im "wilden und ungezügelten" Metal. Aber egal, zumindest haben sie sich Mühe mit ihrer EP gegeben, die Herren von Dead Episode.
2004 gegründet, legen sie mit Symposium Of Death ihr nunmehr zweites Promo-Werk zur Begutachtung vor. Das Quartett beschreibt seine Musik als "German Melodic Death", was auch immer dabei so deutsch klingen soll. Ich würde es als ganz klassischen Melodeath bezeichnen in der Tradition von Genregrößen wie At The Gates oder auch In Flames. Treibende, manchmal galoppierende Rhythmen werden gekrönt von beachtlicher Lead- und Soloarbeit der Sechssaiter und flankiert vom typischen heiseren Krächzgesang. Nichts wirklich Besonderes oder Aufregendes, die altbewährten Rezepte werden aber kompetent umgesetzt. Mitnick- und Mitwipppotential ist jede Menge vorhanden, die Stücke sind oft mitreißend und bersten manchmal fast vor Energie, seltener geben sie Anlass zur Meckerei. Richtige Krachersongs sind die vier Stücke noch nicht, aber recht brauchbar auf alle Fälle, vielleicht mit Ausnahme von "All Of You", dessen stolpernder Rhythmus mich schier zur Verzweiflung treibt, irgendwas stimmt da nicht. Der Rest aber ist gar nicht übel, wenn auch vielleicht ein wenig austauschbar.
Die technische Seite geht auch durchaus in Ordnung, für eine Eigenproduktion klingt der Rundling gar gefällig, und ihre Instrumente beherrschen die Westfahlen leidlich.
Wenn German als Sinnbild für solide stehen soll, geht die Bezeichnung "German Melodic Death" durchaus in Ordnung. Neue musikalische Wege geht das Quartett zwar nicht, aber auf den etwas ausgetretenen Pfaden des Genres sind sie keinesfalls die schlechtesten Protagonisten, die des Rezensenten Ohr in letzter Zeit zu hören bekommen hat.
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Whitechapel - A New Era Of Corruption |
Geschrieben von: mshannes - 01.07.2010, 22:04 - Forum: The Graveyard & The Moshpit
- Antworten (1)
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Whitechapel - A New Era Of Corruption
Stil: Deathcore
VÖ: 04. Juni 2010
Zeit: 41:23
Label: Metal Blade
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/whitechapel
Auch wenn die Welle langsam zurückschwappt, Deathcore ist noch lange nicht außer Mode gekommen. Neben The Black Dahlia Murder, The Red Chord und Job For A Cowboy haben sich Whitechapel mittlerweile in der Oberliga des Genres etabliert. Halten sie diesen Platz auch mit ihrem neuesten Werk?
Kurz gesagt: Ja! A New Era Of Corruption bietet alles, was man von einer Deathcore-CD erwarten kann und das auf hohem Niveau. Heftiges Riffing, fette Grooves, beinharte Breakdowns, aber auch filigrane Melodien, einen Sänger, der sich die schwarze Seele aus dem Leib kotzt, knatterndes Powerdrumming und eine Produktion, die zum Fettesten gehört, was der Markt derzeit zu bieten hat. Gut, das war nach den starken Vorgängerscheiben auch zu erwarten, aber wie oft wird man heutzutage von den eigenen Erwartungen enttäuscht? Da tut es auch mal gut, genau das zu bekommen, was man haben will.
Das Songmaterial ist solide bis sehr gut geworden, schlechte oder langweilige Stücke findet man auf dem Tonträger keine. Vielmehr schaffen es Whitechapel irgendwie, dass mache Songs gleichzeitig brutal und doch auch ein wenig wehmütig klingen. Und das wirkt dann nicht zusammengewürfelt, sondern passt perfekt ineinander. Nicht schlecht! Durch die Besetzung mit drei Gitarristen haben die Herren aus Knoxville den Spielraum, äußerst deftige Riffs rauszuprügeln und gleichzeitig noch eine sehr melodische Spur darüber zu legen.
Die Produktion von Jason Suecof ist, wie schon erwähnt, verdammt fett ausgefallen, kompakt und wuchtig knallen einem die Tracks um die Ohren, für klassische Hörgewohnheiten ist der Sound vielleicht schon fast zu dicht. Muss jeder für sich entscheiden, mir zumindest gefällts.
Wirkliche Überraschungen hat A New Era Of Corruption zwar nicht zu bieten und bleibt deutlich innerhalb der Genregrenzen verhaftet, aber das zumindest ist sehr gut gelungen. Eine Platte, die keinen Fan der Band enttäuschen wird. Originell geht anders, gut geht genau so.
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Pathology - Legacy Of The Ancients |
Geschrieben von: mshannes - 01.07.2010, 21:43 - Forum: The Graveyard & The Moshpit
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Pathology - Legacy Of The Ancients
Stil: Brutal Death
VÖ: 06. Juli 2010
Zeit: 30:02
Label: Victory Records
Homepage: www.pathologymetal.com
MySpace: www.myspace.com/pathologydm
Wenn sich eine Band den Namen Pathology gibt, heißt das normalerweise, dass es sich bei der Musik der Künstler nicht unbedingt um progressiven Alternative-Rock handelt. Wenn man weiterhin in Erfahrung bringt, dass die Bandmitglieder in Kapellen wie Cattle Decapitation, Liturgy oder Disgorge (US) aktiv waren bzw. sind, dürften die letzten Unklarheiten ob des gebotenen Liedgutes weggefegt sein. Und wirklich, die Namen trügen nicht, Pathology sind ganz klar im Feld der Trümmercombos angesiedelt, im normalen Sprachgebrauch auch als Brutal Death Metal oder Deathgrind bekannt.
Obwohl die Gruppe erst seit 2006 existiert, handelt es sich bei Legacy Of The Ancients schon um das vierte Studioalbum der Goreheads. Eine Menge Arbeitspensum, das die Herren da an den Tag legen, auch wenn angemerkt sein muss, dass es sich bei den Releases nicht um wirkliche Longplayer handelt. So ist die aktuelle CD mit gerade mal 30 Minuten Spieldauer schon das längste Werk der Bandgeschichte, die Splattertruppe liebt es halt kurz und auf den Punkt. Und das können sie durchaus, die Mucke wirkt zielgerichtet und nicht wahllos in die Runde gefeuert, was bei manchen ähnlich gelagerten Krachmaten oftmals der Fall ist. Hier sind Könner ihres Genres am Werk, denen man die mitgebrachte Erfahrung anhört. Matti Way grunz-rülpst sich wie in besten Disgorge-Zeiten die schwarze Seele aus dem Leib, Dave Astor vermag durchaus akzentuiertes Drumming zu präsentieren, das genug Variabilität vorweisen kann, um nicht im auf lange Zeit ermüdenden Dauer-Geblaste zu versacken und auch an der Saitenfront finde ich keinen Grund, Schelte zu verteilen, wobei ich mich frage, wie Tim Tiszczenko auf der Bühne gleichzeitig Bass und Gitarre spielen will.
Die Songs sind recht gut geworden. Ein Füllhorn an Abwechslung darf man jetzt nicht erwarten, aber wer das tut, hat bei der Vorstellung des Genres nicht aufgepasst. Und für diese Sparte der extremen Musik kann das Liedgut durchaus als abwechslungsreich bezeichnet werden. Was die Produktion angeht, ist sie sogar hervorragend ausgefallen, im Brutal Death-Bereich gehört diese Scheiblette zum Besten, was die Abmischung betrifft.
Klar, die Zielgruppe ist eng begrenzt, aber diese wird mit Legacy Of The Ancients aufs Beste bedient. Da gibt es auch für die immer noch recht kurze Spielzeit keine Abzüge, mehr ist ob der gebotenen Intensität gar nicht notwendig. Feines Futter für die ganz Extremen unter den Lesern.
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